#Covern · #Dies und Das · #Naehen

✂️ Alte Besen nähen gut… {Eindrücke aus dem Industriemuseum}

Ich gebs zu, ich bin kein Museumsgänger. Mal ehrlich, wer von euch war in den letzten Jahren in dem Museum, was direkt vor eurer Nase liegt? 😉 Aber ich habe mich hinreissen lassen, mal mit in das Industriemuseum zu gehen. Ja, es gab eine halbwegs spannende Führung zu verschiedensten (Dampf-)Maschinen und Motoren und Techniken. Doch während wir so durch die klimatisierten Hallen liefen, blieben meine Gedanken an der großen Maschine mit den vielen Garnkonen hängen. Leider kamen wir an dieser nun gerade nicht vorbei und sie wurde nicht erklärt. Am Ende der Führung kam dann der Satz: „Wer sich noch für die Textilherstellung interessiert, ist herzlich eingeladen, sich in der unteren Etage umzusehen.“ Ja, ich, hier! Also ab in den Keller und dort wartete das Paradies an alten Spinn-/Näh-/Stick-/Strick/Web- und Häkelmaschinen und noch einiges mehr. Ein paar Schnappschüsse habe ich mit dem Handy gemacht, aber ich empfehle euch (Näherinnen), wer von euch mal im schönen Sachsen unterwegs ist, sollte unbedingt einen Abstecher ins Chemnitzer Industriemuseum machen. 😉

Hier steht eine Freihandstick-Maschine. Sie stickt Schlaufen mit einem einzigen Faden (ohne Unterfadenspule!), angetrieben durch ein Fußpedal. Gesteuert wird sie freihand durch eine Art „Joystick“ unterhalb des Tisches. Sensationell 😀

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Etwas fortschritlicher war später das Sticken mithilfe von Lochstreifen. Hier wurden schon mehrere Motive parallel gestickt, das Muster wurde vom Lochstreifen abgelesen.

Hier wieder ein ganz altes Stück: ein mechanischer Webstuhl .

Eine der ersten „Cover“-Maschinen, die 7 Fäden miteinander vernäht. Es arbeiten drei Nadeln und jeweils zwei Greifer oben und zwei Greifer unten.

Angetrieben wurde sie durch eine Handkurbel an der rechten Seite.

Schaut euch diese Naht an. Super Fadenspannung, würde ich sagen. Die Overlocknaht an den Seiten stammt auch von einer anderen alten Maschine.

Eine weitere Covermaschine…

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Bei Wikipedia habe ich letztens gelesen, dass es früher oft Fabriken, gab, die zweigleisig gefahren sind und neben der Herstellung von Nähmaschinen auch Fahrräder produziert haben. Tadaa: da ist ein gutes Beispiel: Bis dato kannte ich Diamant nur als ortsansässiger Fahrradhersteller. Aber sie produzieren anscheinend auch (noch) Strickmaschinen.

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